Über mich

Ich wohnte für viele Jahre mit Blick auf idyllische Weinberge in einem milden Klima. Das war fast so gut, wie ein Hobbithaus im Auenland zu bewohnen, wo ich eigentlich mit meinem Mann leben möchte. Im Jahr 2022 zog es uns zurück in die alte Heimat Norddeutschland. Nun wohnen wir wieder in Celle, wo wir damals unsere Kinder großzogen. Der Kreis schließt sich, die alte Heimat hat uns wieder - und ich bin in der Nähe meiner älteren Schwestern, was mir guttut.

 Ich habe viel Freude am Fotografieren, meine Lieblingsmotive sind Pflanzen, Tiere und alte Häuser. 


Mein erstes Buch entstand vor etwa 20 Jahren nur aus einem einzigen Grund: Ich versprach meinem 15jährigen todkranken, autistischen Sohn, seine einzigartige Lebensgeschichte zu erzählen.
Da ich keinen Verlag dafür fand, wurde ich "Selfpublisherin". Ich schrieb "Miras Welt, Engelshauch und Kaffeeduft" und das Lindenhaus war geboren. Es folgten zwei weitere Lindenhausbücher, denn die Protagonisten, die Martins Geschichte umrahmten und erzählten, hatten ihre eigene Geschichte verdient.

Danach gab es für mich kein Halten mehr - ich war zu einer Schriftstellerin geworden und fand heraus, dass meine größte Stärke die Welt der Fantasy und Märchen ist. 

Im Jahr 2022 schloss ich mein Lektorat/Korrektorat und stieg aus dem Profigeschäft aus. Jetzt habe ich eine Zeit in meinem Leben erreicht, wo ich "die Ernte" einfahren möchte; ich bin jetzt über sechzig und wünsche mir mehr Ruhe und Zeit nur für mich, auch mein soziales Engagement für Menschen mit Demenz habe ich beendet.

Ab jetzt stehe ich selbst im Mittelpunkt meiner Zeit und Kraft. Es soll etwas Neues beginnen, mir selbst zur Freude und ohne "Druck". Ich lasse mir von nun an viel Zeit beim Schreiben, schaue auch nicht mehr auf Verkaufszahlen und Ränge.
Es ist wie es ist. Fortan schreibe ich nur noch für mich und meine Stammleser und die, die mich zufällig für sich entdecken.

Wann das nächste Buch nach dem "Juwel von Tanara" erscheint? Das wissen nur die Götter ... ich jedenfalls weiß es nicht.  Ich weiß nur, dass Dandelia Dorca neue Abenteuer erleben will. Andererseits ist da auch noch Ravendor Elias, der junge Kastellan der Burg Finsterfels, genannt Ravi. Der will gar kein Abenteuer erleben, er muss aber ... denn das Wohl des Volkes hängt von ihm ab. Ausgerechnet von diesem Bücherwurm! Und da in seiner Geschichte Drachen eine große und schöne Rolle spielen, bin ich geneigt, ihm den Vortritt zu lassen.
Mal sehen ...

Update Januar 2023, 11:12 Uhr

Dandelia wollte vorerst keine Abenteuer mehr erleben. Sie hat Ravendor-Elias den Vortritt gelassen.
DIE GEHEIME MAGIERSCHMIEDE erscheint im Februar 2023.
Danach lege ich eine lange Schreibpause ein.




Update März 2023

Gedanken über das Schreiben und Bücher und Leser und … mich!

Ich lasse euch heute an meinen Gedankengängen teilhaben. Es sind ehrliche Gedanken, ungefiltert, ohne Absichten. Nach gut 12 Jahren des Schreibens und Veröffentlichens stecke ich derzeit in einer Krise – was sich darin äußert, dass ich das Ende meiner Autorentätigkeit verkündet habe und das sogar zu 100 Prozent so meinte und es immer noch für das Allerwahrscheinlichste halte, dass von mir kein Buch mehr auf den Markt kommt. Diese Krise, dieser Zustand zwischen zwei Lebensabschnitten, ist für mich sehr emotional und anstrengend! Obwohl direkt nach der VÖ der Magierschmiede ich in eine tiefe Entspannung und Erleichterung fiel – was sich am Blutdruck beispiellos zeigte mit Werten um die 100/70, wo vorher noch ein deutlicher Hochdruck war, der mit zwei Medikamenten kaum beeinflussbar war – ist nun wieder der innere Frieden dahin. Natürlich fehlt mir das Schreiben! Es ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Ich bin ein durch und durch kreativer Mensch. 

Die Vorstellung, nie wieder eine Geschichte in die Welt zu bringen, nie wieder Teil und sogar Ursache dieses speziellen Schöpfungsprozesses zu sein, macht mich unglücklich. Gleichzeitig weiß ich, dass es richtig ist, diesen harten Cut gemacht zu haben. Momentan steht in meinem Leben anderes an, das wichtiger ist. Typisch Waage, könnte man meinen. Die Waagschalen gehen rauf und runter – was will die Frau eigentlich?

Ich habe Podcasts gehört, die Nase in Schreibratgeber gesteckt, wo genauestens erklärt wird, wie ein Protagonist zu sein hat, damit der Leser ihm durch die Geschichte folgen will. Ein ZIEL muss er haben. FÄHIG sein. HANDELN! Auf keinen Fall passiv oder gar alltäglich sein. Ein KONFLIKT muss her! Antagonisten. Und, und, und … Eine feste, gleichbleibende Struktur braucht ein Buch, dass auf dem Markt bestehen und Geld einbringen soll. Viel Geld, wenn möglich. Wer wünscht sich das nicht? Die ZIELGRUPPE muss man kennen und bedienen und beim Schreiben stets vor Augen haben. Und anderes mehr.

Ganz ehrlich: Wenn ich all das strikt befolgen würde, käme ich nicht über die erste Seite hinaus. Da ist eine Mauer in mir.

Wenn ich schreibe, dann nicht aus einem festen Vorsatz des rein kommerziellen Erfolges heraus. Das funktioniert bei mir nicht. (Nichts gegen gute Tantiemen! Natürlich will ich mit meinen Büchern auch Geld verdienen und bitte schön mehr als nur meine Kosten wieder reinbekommen, wobei derzeit nicht mal das drin ist!) 

Nein, ich will Bildern, Gefühlen und Geheimnissen lauschend folgen dürfen, ihnen in mir Raum geben und diese Geschehnisse in Worte fassen, so dass meine Leser diese Innenwelt mit mir teilen können! Ich will mich der Geschichte, die aus der geistigen Welt an mich herangetragen wird, ganz und gar hingeben, ihr Form verleihen, sie anderen zugänglich machen. Ich will den Figuren Leben einhauchen und ihnen zusehen, wie sie sich entwickeln, lebendig werden, will teilhaben an ihren Gefühlen, Gedanken, Entscheidungen, will sie begleiten und bestaunen und liebhaben.

Ich will eine immaterielle Saat auf Papier werfen als wäre es gute Erde und zuschauen, was da emporwachsen will! Dieses will ich hüten und fördern wie eine gute Gärtnerin! 

So ist meine Art des Schreibens.

Ich KANN NICHT ein „Produkt“ nach festen Regeln erstellen, die angeblich (offenbar?) zum Erfolg führen. Gleichzeitig wünschte ich mir natürlich, mit meinem Schreiben erfolgreich zu sein, darin eine echte Alternative zu einem Job in der normalen Arbeitswelt zu haben. Viele Jahre hat es auf meine Art funktioniert, doch dann veränderte sich der Buchmarkt. Schreiber wie ich haben dort keinen Platz mehr. 

Ich bin mir nicht sicher, ob mein Rückzug ein dauerhafter sein wird. Denn ich habe viele Tränen vergossen, weil ich selbst diese Tür zuschlug (ja, gefühlsduselig bin ich auch noch! Gewisse AutorInnen dürfen mich ruhig von oben herab milde belächeln). Diese Tür ist momentan ein SCHUTZ für mich. Ich werde mich hüten, sie alsbald wieder zu öffnen, nur weil mich eine neue Geschichte umschwebt (Dandelia Dorca braucht noch ein weiteres Buch, sagt sie). Ich werde mich hüten, meiner neuen Lebensart keine Chance zu geben. Aber ich will doch offen sein für das, was alles auf mich zukommt in den nächsten Jahren. Und wenn es nur ein neues Buch irgendwann sein sollte … 

Ich habe eine Saat in mich selbst geworfen und werde in aller Seelenruhe abwarten, was genau da heranwachsen wird.

Bis dahin, vergesst mich und meine Seelen-Bücher bitte nicht!